Willkommen in Deutschland! – Konzept eines Willkommenskurses für Flüchtlinge ohne Deutschkenntnisse

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Vielfalt bereichert!

Dies zeigt sich im Alltag unserer Schule bereits seit Jahrzehnten, wo im Rahmen von Integrationsklassen Schüler mit Migrationshintergrund auf ein Leben in Deutschland und auf eine schulische Laufbahn vorbereitet werden.

Allen sprachlichen und kulturellen Differenzen zum Trotz haben bereits unzählige zugezogene Schülerinnen und Schüler mit Wurzeln in einer anderen Kultur, einem oft andersartigen Schriftsystem, unterschiedlichen politischen Verständnissen oder unterschiedlichen Erziehungstraditionen über die Integrationsklassen unserer Schule das Abitur erreicht und sich in bemerkenswerter Weise in die Gesellschaft eingefunden. Der starke Integrationswille der jungen Menschen wird dabei im Idealfall durch ein durchdachtes schulisches Förderungskonzept unterstützt.

Vielfalt innerhalb der Integrationsklassen stellt hierbei ein tragendes Prinzip unserer schulischen Arbeit dar. Vor dem Hintergrund der eigenen Kultur entdecken die Schüler in einer heterogenen Lerngruppe die deutsche Sprache gleichsam als Verkehrssprache und bereichern das unterrichtliche Geschehen durch ihre individuelle Sicht auf die Welt. Dies eint die Schüler und birgt ein nicht zu unterschätzendes motivationales Moment. Bereits in der Vergangenheit zeigte sich, dass eine wachsende Homogenität innerhalb der Lerngruppe kulturelle wie sozialisatorische Unterschiede der Schülergruppen eher hervortreten lässt, wohingegen eine heterogene Zusammensetzung der Lerngruppen die Integrationsarbeit der Schüler merklich unterstützt. Dass dies gelingt beweist die mehr als zwanzigjährige Arbeit unserer Schule.

Schwierigkeiten bei der Einfindung in die deutsche Gesellschaft sind dabei nicht nur denkbar, sondern vollkommen normal. Es zeigt sich im schulischen Alltag immer wieder, dass es vielen neuankommenden Schülern in keiner Weise an Anpassungswillen fehlt, sondern oftmals am Wissen über hier übliche Verhaltensweisen.[1] Ein schulisches Unterstützungskonzept muss diesem Sachverhalt Rechnung tragen und den Schülern Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit kulturellen Eigenheiten unserer Gesellschaft bieten.

Mit dem Ziel, jenes Grundlagenwissen strukturiert zur Verfügung zu stellen und die neuankommenden Schüler bei ihrer gesellschaftlichen Integration zu unterstützen, ist folgendes Unterrichtskonzept entstanden, das sich als Unterrichtsreihe über ein Halbjahr versteht, jedoch ebenfalls als eigenes Unterrichtsfach in die Vorbereitungsklassen integriert werden kann. Inhaltlich umfasst es drei Zielsetzungen: Die Vermittlung von situationsspezifischen (vornehmlich sprachlichen) Fähigkeiten, die Erarbeitung demokratischen Grundlagenwissens und damit einhergehend eine Einstellungsveränderung. Hierbei geht es in keiner Weise darum, die bisherigen kulturellen Hintergründe der Schüler zu verdrängen oder herabzusetzen – sondern darum, sie in der Arbeit der aktiv betriebenen Sozialisation zu entlasten.

Im Folgenden wird davon ausgegangen, dass sich die Reihe an sprachlich wie altersmäßig heterogene Lerngruppen richtet, die zu Beginn nur über sehr begrenzte Fähigkeiten im Deutschen verfügen. Die Unterrichtsstunden bedürfen daher einer visuellen Stützung des Gesprochenen. Bilder, Skizzen, Fotos etc. kontextualisieren und entlasten somit den Spracherwerb. Darüber hinaus ist eine aktive Wörterbucharbeit unerlässlich. Die Verwendung eines digitalen Wörterbuches (in Form von Computer oder Mobiltelefon) hat sich hierfür als zielführendste Variante herausgestellt. Zudem ist die Arbeit in gemischtsprachlichen Kleingruppen der effektivste Weg, die Schüler zum gemeinsamen Sprechen zu animieren.

Thema Ziel Dauer
1.       Grundlegende situationsspezifische Verhaltensformen:

·              Verhalten in der Schule

·              Höflichkeit / Umgang mit Fremden

·              Verhalten im öffentlichen Raum

·              Verhalten im Straßenverkehr

Kommunikative Kompetenzen im spezifischen alltäglichen Kontext.

Fähigkeit zu situationsangemessenem Verhalten im öffentlichen Raum.

Ca. 8 Std.
2.      Die Menschenrechte als Grundlage der Demokratie Wissen um grundlegende gesellschaftliche Rechte und Pflichten. Ca. 4 Std.
3.      Naherkundung der Stadt Wissen um die umgebende Stadt. Ca. 4 Std. + 1 Tag
4.      Aktive, eigenständige Nutzung des öffentlichen Raums:

·              Bücherei

·              Supermarkt

·              Bus und Bahn

·              Schwimmbad

·              Post

Wissen um verfügbare öffentliche Orte und Angebote.

Fähigkeit zu situationsangemessenem Verhalten in spezifischen öffentlichen Räumen.

Kommunikative Kompetenzen im spezifischen alltäglichen Kontext.

Abhängig von lokalen Gegebenheiten
5.      Die Geschichte Deutschlands

 

Wissen um die historische und politische Entwicklung in Deutschland. Ca. 4 – 6 Std.
6.      Auseinandersetzung mit ausgewählten öffentlichen Einrichtungen:  Bürgeramt, Polizei, Ausländeramt

 

Wissen über verfügbare öffentliche Orte und Angebote.

Senkung der Hemmschwelle zur Inanspruchnahme öffentlicher Dienste.

Abhängig von lokalen Gegebenheiten
7.      Freizeitmöglichkeiten in der Umgebung Wissen um verfügbare öffentliche Orte und Angebote.

Senkung der Hemmschwelle zur Inanspruchnahme von Freizeitangeboten.

Abhängig von lokalen Gegebenheiten

Die im Folgenden dargestellten Inhalte entstammen der Praxiserfahrung des Unterrichts in Integrationsklassen und stellen grob skizzierte Vorschläge ohne Anspruch auf Vollständigkeit dar. Eine Anpassung an die jeweils aktuellen unterrichtlichen Gegebenheiten ist unerlässlich.

Tabelle 1: Reihenplanung

 

Themenbereich 1: Grundlegende situationsspezifische Verhaltensformen

Nach der Ankunft in der fremden Klasse eines fremden Landes sind die meisten Schüler verunsichert. Da dies ein allen Schülern der Klasse gemeinsames Empfinden ist, soll zunächst mit den Schülern der schulische Umgang untereinander thematisiert werden. Dies ist insbesondere wichtig, da die Schüler aufgrund ihrer nationalen wie kulturellen Heterogenität aus unterschiedlichen Schulsystemen mit entsprechend differierenden Verhaltens- und Umgangsformen entstammen.

Zur Erleichterung des Erstkontaktes mit der Schule sollen zunächst Schüler der Oberstufe in die Klassen eingeladen werden, die die Sprachen der neuankommenden Schüler beherrschen.

Abbildung 1: Inhalte des Willkommensgesprächs
Inhalte eines Willkommens-Gesprächs:

–          Persönliches Gespräch / Kennenlernen

–          Erläutern der Besonderheiten unserer Schule (Pausenzeiten, Vertretungsplan, Ab- und Krankmeldungen, etc.)

–          Besprechen Schulordnung

–          Gemeinsame Begehung der Schule

–          „Was ich schon immer wissen wollte“

Nachdem die Schüler in sprachhomogene Kleingruppen aufgeteilt worden sind, wenden sich die Oberstufenschüler persönlich an die Schüler, begrüßen sie und bearbeiten anschließend gemeinsam vom Lehrer vorbereitete Inhalte. Hierbei sollen die neuen Schüler über grundlegende Funktionsabläufe und Regeln der Schule informiert werden. Darüber hinaus bietet die Möglichkeit des direkten Gespräches in der Muttersprache die Chance, Fragen und Probleme direkt zu klären, sodass die Bildung einer Atmosphäre des Erwünschtseins gefördert wird. Falls gewünscht kann auch ein regelmäßiger Kontakt zu den Oberstufenschülern im Sinne eines Mentoringprogramms aufrechterhalten werden.

In einer der folgenden Stunden soll eine Klassenordnung besprochen werden – dies, aufgrund der sprachlichen Differenzen, bildlich gestützt. Hierfür werden von der Lehrkraft ausgewählte Bilder an die Tafel geklebt und die Schüler mithilfe von Handzeichen (Daumen rauf / runter) abstimmen gelassen, inwiefern jenes Verhalten gemeinsam erwünscht sein sollte. Die entsprechende Regel wird vom Lehrer neben das Piktogramm geschrieben. Dass einige Regeln schulweit feststehen und nicht verhandelbar sind, sollte ebenso von der Lehrkraft vermittelt werden.

Anschließend erarbeiten die Schüler anhand von Dialogen sprachliche Mittel zur Begrüßung und zum höflichen Umgang (Vgl. Anhang 1 und Anhang 2). Hierbei sollen die Schüler zunächst sprachlich an die Thematik herangeführt werden. Dies kann anschließend auf das generelle Verhalten im öffentlichen Raum ausgeweitet werden. Die im Anhang zu findenden Materialien (Anhang 3) entstammen der Materialsammlung Führerschein: Gute Umgangsformen von Frauke Steffek[2] und bieten vielfältige Redeanlässe um „Höflichkeit“ zu thematisieren.

Den Abschluss des ersten inhaltlichen Teils der Reihe bildet eine Betrachtung des Straßenverkehrs. Anhand einer mehrsprachigen Veröffentlichung des ADFC erarbeiten die Schüler die wichtigsten Vokabeln im Bereich Straßenverkehr und verinnerlichen zugleich die Verkehrsregeln. (Das Material kann kostenfrei unter http://hamburg.adfc.de/verkehr/themen-a-z/verhalten/verkehrsregeln-mehrsprachig/ abgerufen werden). Die Regeln können anschließend anhand von skizzenhaften Verkehrssituationen lehrergeleitet besprochen und angewendet werden.

Die Schüler verfügen nun über ein kontextsensitives Grundvokabular für den höflichen Umgang miteinander, sowie über grundlegendes Wissen und Fertigkeiten zum angemessenen Verhalten im öffentlichen Raum.

 

Ein Schüler unserer Schule macht eine Gruppe neuer Schüler mit den Regeln der Schule vertraut.
Ein Schüler unserer Schule macht eine Gruppe neuer Schüler mit den Regeln der Schule vertraut.

Themenbereich 2: Die Menschenrechte als Grundlage der Demokratie

Im Verlauf der Arbeit in den Integrationsklassen zeigte sich, dass vielen neu angekommenen Schülern grundlegende gesellschaftliche Regeln unbekannt waren[3]. Aus diesem Grunde ist es wichtig, ihnen einen Einblick in Grundregeln der Gesellschaft zu ermöglichen. Dies soll auf Basis der Menschenrechte geschehen, die qua Selbstverständnis universellen Anspruch haben.

Abbildung 2: Auszug aus den Menschenrechten in leichter Sprache

Als Einstieg dient ein Gedankenspiel, in dem die Schüler erdenken, was sie als König von Deutschland alles machen könnten (eine gute Chance zur Übung des Konjunktivs!). Nach einer Sammlung erläutert die Lehrkraft, dass über Jahrhunderte einzelne Menschen die westliche Welt als Könige und Herrscher kontrolliert haben – dies aber seit geraumer Zeit abgeschafft ist, und alle Menschen die gleichen Rechte und Pflichten haben. Gemeinsam mit dem Sitznachbarn erarbeiten die Schülern anschließend einzelne Artikel der Menschenrechte in leichter Sprache (Abrufbar etwa hier: http://cet.lu/wp-content/uploads/2010/08/Menschenrechte-LeichteSprache-2014-1.pdf). Ausgehend hiervon können kontrastierende Gespräche über die Herkunftsländer der Schüler die einzelnen Regeln vertiefen. Zum Abschluss fassen die Schüler die für sie wichtigsten Regeln zusammen und reflektieren Eigenschaften einer optimalen Gesellschaft sowie Möglichkeiten des eigenen Beitrages zur Erreichung einer solchen. (vgl. Anhang 5)

Die Schüler verfügen nun über ein erstes Verständnis ihrer grundlegenden gesellschaftlichen Rechte und Pflichten. Zudem haben sie die Notwendigkeit eines entsprechenden Verhaltens verinnerlicht.

 

Themenbereich 3: Naherkundung der Stadt

Es zeigte sich, dass kaum ein Schüler der Integrationsklassen Näheres über die Stadt wusste, in der er lebt. Um einerseits die Schüler mit der Stadt vertraut zu machen und andererseits die Hemmschwelle zur eigenständigen Erkundung zu senken, soll eine Naherkundung der Stadt durchgeführt werden.

Diese wird, eingeleitet von einem Quiz über die Stadt, zunächst über mehrere Stunden im Computerraum vorbereitet. In Kleingruppen erarbeiteten die Schüler in Form einer Rallye Informationen zur Stadt.

Anschließend wird lehrergelenkt anhand einer Onlinekarte ein Stadtrundgang geplant, der die Schüler mit relevanten Orten der Stadt vertraut macht. Ein Tagesausflug entlang der geplanten Route schließt diese erste Betrachtung der Stadt ab. [4]

Anstelle eines vorab geplanten Ausfluges wäre ebenso eine abgewandelte Form eines Geo-Cashes / einer GPS-Rallye denkbar. Dies erfordert jedoch intensivere Vorbereitung und Begleitung von Seiten der Lehrkraft. Teilweise werden entsprechende Führungen von den Städten angeboten (etwa in Essen: https://www.essen.de/tourismus_1/touristinformation/gpsfhrungenfrkinderundjugendliche/gpsfhrungenfrkinderundjugendliche_1.de.html).

Abschließend können die Schüler eine mehrsprachige Broschüre zur Stadt erstellen, die die für die Jugendlichen interessantesten Orte präsentiert.

Die Schüler wissen nun um grundlegende Gegebenheiten ihres neuen Wohnortes und können sich mit einem Stadtplan in der Stadt selbstständig orientieren.

 

Themenbereich 4: Eigenständige Nutzung des öffentlichen Raums

Sicherlich sind den Schülern während der Stadterkundung einige Orte aufgefallen, die sie näher kennenlernen wollen. Dies bietet die Möglichkeit, für diese Orte spezifische kommunikative Abläufe einzuüben. Denkbar wäre etwa die Stadtbücherei oder der ÖPNV. Für ebenso relevant erachte ich eine Einübung von Sprachsituationen in Supermarkt und auf der Straße.

Die entsprechenden kommunikativen Akte können anhand von Beispieldialogen vorentlastet werden. (Vgl. Anhang 6) Hierfür erarbeiten die Schüler die situationsspezifischen Dialoge zunächst inhaltlich. Anschließend sollen die Schüler die wichtigsten kommunikativen Wendungen[5] herausarbeiten und in Form von Dialogkarten (eine Art erwünschter Spickzettel für den Alltag) festhalten. Eine Dialogkarte im Bereich Supermarkt enthielte somit alle dort wichtigen kommunikativen Mittel, etwa die Frage nach Preisen, wo man ein Produkt findet oder Rückfragen von Kassierern.

Abschließend werden diese eingeübten Dialoge im Rahmen eines Klassenganges „erprobt“ und auf alltägliche Tauglichkeit hin reflektiert.

Die Schüler können nun in spezifischen Situationen sprachlich grundlegend interagieren.

 

Themenbereich 5: Die Geschichte Deutschlands

Nach diesen lebensnahen und handlungsorientierten Elementen soll den Schülern anschließend Wissen über die deutsche Geschichte vermittelt werden. Dies soll den Schülern ein grundlegendes Bewusstsein um relevante historische Etappen der deutschen Geschichte vermitteln. Dies kann in Form eines Unterrichtsgesprächs geschehen.

Zur inhaltlichen Auseinandersetzung stehen zahlreiche (kostenfreie) Materialien zur Verfügung. In Abhängigkeit von Lerngruppe und persönlichen Interessen der Lehrkraft können Inhalte z.B. aus folgenden sprachlich reduzierten und visuell gestützten Quellen entnommen werden:

Die Schüler wissen nun um grundlegende historische Ereignisse der deutschen Geschichte und können zur Thematik des Nationalsozialismus Stellung beziehen.

 

Themenbereich 6: Auseinandersetzung mit ausgewählten öffentlichen Einrichtungen

Im Unterricht der Integrationsklassen zeigte sich, dass viele Schüler (wie oftmals auch deren Eltern) Vorbehalte gegenüber deutschen Behörden haben. Das Verhalten der Schüler gründet hierbei maßgeblich auf zwei Faktoren: Fehleinschätzungen und Zurückhaltung basierend auf Erfahrungen mit den Behörden des Heimatlandes sowie mangelnde Kenntnisse über hiesige Ämter. In den folgenden Stunden sollen deshalb die Aufgaben und Möglichkeiten der Inanspruchnahme ausgewählter Institutionen thematisieren werden. Da die Thematik für Schüler mutmaßlich nur begrenzte motivationale Relevanz hat, soll eine grundlegende Betrachtung der Thematik genügen.

Zunächst soll im Klassenverband besprochen werden, welche Ämter es gibt und was deren Aufgabe ist. Hierbei kann sich an der o.g. Materialsammlung DAZ lernen mit Landeskunde orientiert werden (vgl. Anhang 8).

Anschließend können die einzelnen Ämter von Schülergruppen inhaltlich vorbereitet und den anderen präsentiert werden.

Zur Ergänzung der theoretischen Betrachtung bietet es sich an, ein Gespräch mit einem Beamten zu führen – etwa einem Polizisten, einem Feuerwehrmann oder einem Rettungssanitäter. Die Polizeidienststellen haben hierzu unterschiedliche Angebote, etwa kurze Führungen durch die Dienststelle mit der Präsentation polizeilicher Aufgaben. Ebenso ist ein Klassengespräch mit einem Polizisten denkbar.

Ebenso praktikabel ist die Begehung eines Krankenhauses.

Die Schüler können am Ende der Betrachtung einige deutsche Behörden und deren Aufgaben benennen. Ebenso sind sie potentiell in der Lage, deren Dienste in Anspruch zu nehmen.

 

Themenbereich 7: Freizeitmöglichkeiten in der Umgebung

Im Verlauf des Unterrichts zeigte sich regelmäßig, dass die Schüler mit Ausnahme von konsumorientierten Aktivitäten kaum Kenntnisse über Freizeitmöglichkeiten in der näheren Umgebung haben. Der Abschluss der Unterrichtsreihe soll die Schüler deshalb mit Freizeitaktivitäten der näheren Umgebung vertraut machen und ihnen somit Perspektiven für die Ferien eröffnen. Ebenso sollen den Schülern Möglichkeiten des Engagements in Sportvereinen aufgezeigt werden.

Methodisch bietet sich hierfür eine Internetrecherche an.

Hierzu bereitet der Lehrer zunächst eine Liste von altersgerechten Freizeitaktivitäten und verschiedenen Sportvereinen vor. Nach einem Unterrichtsgespräch über bereits bekannte Möglichkeiten der Freizeitgestaltung ziehen die Schüler per Los eine Aktivität aus der Liste um sie nach einer eigenständigen Internetrecherche den Klassenkameraden vorzustellen.

Als mögliche inhaltliche Aspekte der Präsentation können sich die Schüler auf folgende Aspekte konzentrieren: Kosten, Anreisemöglichkeiten, Öffnungszeichen, Bilder sowie eine Erläuterung der möglichen Aktivitäten.

Abschließend präsentieren die Schüler die vorbereiteten Freizeitmöglichkeiten und besprechen in der Klasse, inwiefern diese eine Option zur Freizeitgestaltung darstellen.

Die Schüler wissen nun um mögliche Freizeitaktivitäten in der Umgebung und erkennen, dass diese eine Alternative zu ihren sonstigen Freizeitaktivitäten darstellen können.

 

ANHANG:Leider kann ich die Scans aus den entsprechenden Werken nicht online verfügbar machen. Falls du weitere Informationen möchtest, schreib mich doch einfach an!

 

[1] Unzählige Beispiele des schulischen Alltags verdeutlichen dies, etwa die Überraschung vieler Schüler in Hinblick auf ein gleichberechtigtes Geschlechterverhältnis oder die Notwendigkeit einer Gewöhnung an ein demokratisches Erziehungskonzept.

[2] Steffek, Frauke: Führerschein: Gute Umgangsformen. Persen-Verlag, 2014

[3] Etwa das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Viele Schüler zeigten sich über die Tatsache, dass es auch Eltern verboten ist, die eigenen Kinder zu schlagen, zutiefst beeindruckt.

[4] Im konkreten Fall unserer Schüler haben die Klassenlehrer zudem einen Kurzausflug mit einem Sightseeing-Bus getätigt und die Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigt.

[5] Sprachwissenschaftlich gesehen handelt es sich hierbei im Optimalfall um Chunks, also kurze Wortblöcke, die kognitiv als eine Einheit behandelt werden und einfach miteinander kombiniert werden können, etwa „Danke dir“ oder „Wie geht’s?“.

[6] Wilkening, Nina: DaZ lernen mit Landeskunde. Verlag an der Ruhr, 2015.

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